20% staatlicher Bonus

Fördermöglichkeiten für Ihr Sanierungs- und Renovierungsprojekt.


Um was geht's?

Wer Haus oder Wohnung mit neuen Haustüren und Fenstern energetisch saniert, kann sich dafür von Land und Staat fördern lassen. Seit Januar 2020 erhält jeder Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie 20% der gesamten Investitionskosten zurück.


Welche Maßnahme passt zu Ihnen?

Ihre 20% Förderung können Sie über zwei unterschiedliche Programme erhalten: Zum einen über eine Erstattung im Rahmen der privaten Steuererklärung nach §35c EStG, zum anderen über das KfW Programm 430.

 

Beide Alternativen haben spezifische Vorteile. Sie sollten abwägen, welches Programm besser zu Ihnen passt. Beachten Sie dabei, dass die vermeindlich einfacherere steuerliche Förderung nur sinnvoll für Sie ist, wenn Sie auch genügend Steuern gezahlt haben.


Warum wird gefördert?

Die Regierung hat straffe energiepolitische Ziele gesteckt - und die gilt es nun zu erreichen. Die Förderung von energetischen Maßnahmen bei der Renovierung von Bestands-Immobilien ist eine davon.

 

Fenster mit einem Einbaujahr vor 1995 sind technisch längst veraltet. Eine Modernisierungsmaßnahme ist daher empfehlenswert. Durch die stetig steigenden Energiekosten rechnet sich für Sie der Austausch von Fenstern und Haustüren von selbst – und Sie profitieren gleichzeitig von mehr Behaglichkeit und Wohnkomfort.


Die Reihenfolge beachten

Fenster und Haustüren sind die Nr.1 in der Gebäudesanierung. Bei einer Modernisierungsmaßnahme ist die Reihenfolge extrem wichtig. Wenn zuerst die alten Fenster ausgetauscht werden, kann später eine neue Heizanlage entsprechend kleiner dimensioniert werden.



Fördermöglichkeiten

1. Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW):

  • "Energieeffizient Sanieren" - Prog. 430 - Investitionszuschuss (Einzelmaßnahme oder Maßnahmenpaket)
  • "Energieeffizient Sanieren" - Prog. 151 - Kredit mit Tilgungszuschuss (bei Maßnahmenpaket)
  • "Energieeffizient Sanieren" - Prog. 152 - Kredit mit Tilgungszuschuss (bei Einzelmaßnahme)

2. Steuerliche Maßnahme:

  • Steuerrückerstattung im Sinne des §35c EStG

1. KfW-Programme


Der Renovierungszuschuss teilt sich in ein darlehenbasierte Förderung über teilweise Erlassung der Tilgung (Programm 151) und einen reinen Investitionszuschuss (Programm 430), ähnlich dem Einreichen einer Rechnung bei einer Versicherung nach Abschluss der Arbeiten.

 

Über das Kreditprogramm (151) sind seit 2020 Tilgungszuschüsse bis zu 40% (bislang 27,5%) möglich, was bis zu 48.000 EUR entspricht. Die maximalen Kreditbeträge wurden auf 120.000 EUR angehoben.

 

Die möglichen Investitionszuschüsse (430)  haben sich seit 2020 sogar verdoppelt! Hat man bisher maximal 10% der gesamten Kosten der Maßnahmen zurück erhalten, wurden die Zuschüsse sogar verdoppelt. Nun erhält man 20% der gesamten Kosten zurück. Außerdem hat sich der förderfähige Betrag auf bis zu 120.000 EUR erhöht.

"Energieeffizient Sanieren" - Prog. 430 - Investitionszuschuss

  • Zuschuss bis zu 48.000 Euro für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
  • oder Zuschuss bis zu 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen
  • Auch für den Kauf von saniertem Wohnraum
  • Für private Eigentümer

 

mehr zum Programm 430


"Energieeffizient Sanieren" - Prog. 151 - Kredit

  • Förderkredit bis zu 120.000 Euro für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus , z. B. mit -2,43 % effektivem Jahreszins oder
  • Auch für den Kauf von saniertem Wohnraum
  • Weniger zurückzahlen: bis zu 48.000 Euro Tilgungszuschuss
  • Begleitung durch Experten für Energie­effizienz kann mit bis zu 4.000 Euro extra gefördert werden

 

mehr zum Programm 151


"Energieeffizient Sanieren" - Prog. 152 - Kredit (Einzelmaßnahmen)

  • Förderkredit bis zu 50.000 Euro für Einzel­maßnahmen, z. B. mit -1,82 %  effektivem Jahreszins
  • Maximaler Tilgungszuschuss von bis zu 12,5% (6.250 EUR)

mehr zum Programm 152


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2. Steuerliche Förderung nach §35c EStG


Der Steuerbonus kann von Eigentümern, die ihr Haus oder die Wohnung selbst bewohnen, geltend gemacht werden. Die Steuerermäßigung ist möglich, wenn die Sanierungskosten nicht schon anderweitig steuerlich oder als öffentlich geförderte Maßnahme berücksichtigt worden sind. Damit ist der Steuerbonus eine echte Alternative für alle, die keine KfW- oder BAFA-Förderung für ihre Sanierung in Anspruch nehmen wollen.

 

Gut zu wissen: Sie müssen mit den Umbauten nach dem 31.12.2019 begonnen haben und die Umbauten vor dem 1.1.2030 abschließen.

 

mehr zur steuerlichen Förderung

Was wird gefördert?

 

Die Erneuerung von Fenstern und Außentüren im Rahmen einer energetischen Gebäudesanierung.
Darüber hinaus sind auch andere Projekte Gegenstand der Förderung:

  • Die Wärmedämmung von Wänden
  • Die Wärmedämmung von Dachflächen
  • Die Wärmedämmung von Geschossdeckenv
  • Die Erneuerung von Fenstern oder Außentüren
  • Die Erneuerung oder der Einbau einer Lüftungsanlage
  • Die Erneuerung der Heizungsanlage
  • Der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung
  • Die Optimierung bestehender Heizungsanlagen

Auch die energetische Baubegleitung und Fachplanung wird steuerlich gefördert.


Wie hoch ist die steuerliche Förderung?

  • Die staatliche Förderung beträgt 20% der gesamten Material- und Lohnkosten.
  • Je Gebäude ist die Förderung auf den Höchstbetrag von 40.000 EUR begrenzt.
    Für die maximale Förderung von 40.000 EUR können also 200.000 EUR investiert werden.
  • Achtung: Der Maximalbetrag bezieht sich auf die Summe sämtlicher energetischer Maßnahmen und kann z.B. bei einer Kernsanierung überschritten werden.

Was sind die Anforderungen?

 

Gefördert werden Projekte, die die folgenden Anforderungen vollumfänglich erfüllen:

  • Das Objekt (z.B. Haus, Doppelhaus, Eigentumswohnung, …) ist ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt.
    • D.h. vermietete Objekte sind nicht förderfähig.
    • Bei gemischter Nutzung (z.B. selbstgenutztes Haus mit Einliegerwohnung) empfiehlt sich die Aufteilung einer Gesamtmaßnahme auf eigenständige Projekte. Die Maßnahme für den selbstgenutzten Teil ist förderfähig.
  • Das Gebäude liegt in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum
  • Das Objekt ist älter als 10 Jahre (maßgeblich ist der Herstellungsbeginn)
  • Es wird keine andere Förderung für die gleiche Maßnahme (z.B. KfW oder BAFA Förderung) in Anspruch genommen.
  • Die neuen Fenster haben einen Dämmwert von max. Uw 0.95 W(m²K)
  • Die neuen Außentüren haben einen Dämmwert von max. Ud 1,3 W(m²K)
  • Der U-Wert der Außenwand muss geringer sein als der UW-Wert der neu eingebauten Fenster und Fenstertüren.

Wie komme ich an den Zuschuss?

 

Gefördert werden Projekte, die die folgenden Anforderungen vollumfänglich erfüllen:

  • Das Verfahren ist sehr bauherrenfreundlich ausgestaltet: Sie müssen weder einen Antrag stellen noch ein Gutachten von einem Energieberater einholen.
  • Das Projekt wird im Rahmen Ihrer privaten Steuererklärung geltend gemacht. Hierzu reichen Sie einfach die Handwerkerrechnung und eine Bescheinigung ein, die Ihnen unser Partnerunternehmen aushändigt.
  • Auch eine Ausfüllanleitung der Steuererklärung kann über unser Partnerunternehmen bezogen werden.
  • Ist das Projekt in der Steuererklärung aufgeführt, erfolgt die Erstattung in den drei folgenden Jahres-Steuererklärungen:
    • Im ersten Jahr 7% (max. 14.000 EUR) der Projektsumme
    • Im zweiten Jahr 7% (max. 14.000 EUR) der Projektsumme
    • Im dritten Jahr 6% (max. 12.000 EUR) der Projektsumme
  • Achtung: Die Erstattung ist laut Gesetz eine Ermäßigung auf die Einkommensteuer. Ist Ihre Steuerschuld geringer als der Erstattungswert, wird der Zuschuss nicht vollumfänglich (im Extremfall gar nicht) genutzt. In diesem Fall ist eine KfW-Förderung (s.u.) vorzuziehen.
  • Maßnahmen können in mehrere zeitlich versetzte Teilprojekte aufgeteilt werden, um den Erstattungsbetrag bei geringer Einkommensteuerschuld im Zeitverlauf besser auszunutzen.

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